Corona und die Digitalisierung


Das Corona-Virus und das V, das U oder das L

Das Corona-Virus und die bevorstehende mögliche Pandemie hat bereits jetzt einen gravierenden Einfluss auf die Wirtschaft. Wirtschaftsexperten fragen sich, ob wir vor einem V, einem U oder einem L stehen. Sie fragen sich möglicherweise jetzt, was diese Buchstaben bedeuten? Gut, ich erläutere es kurz.

  • Das V steht für einen kurzen Konjunkturknick und beschreibt ein Szenario, dass bis vor wenigen Tagen von allen Experten für das wahrscheinlichste Szenario gehalten wurde. Es gibt beim V als Folge von Corvid-19 einen kleinen Knick in der Wirtschaft, danach erholt sich die Wirtschaft schnell und verpasste Aufträge werden nachgeholt.

  • Das U steht für einen längeren Abschwung, so ähnlich, wie ein Flugzeug, das kurz vor dem Bodenkontakt noch einmal durchstarten kann. Möglicherweise ist das U das Szenario, welches uns jetzt bevorsteht.

  • Schlimmer ist das L. Das L zeichnet das Bild einer Wirtschaft, die es nicht rechtzeitig schafft wieder durchzustarten. Das Flugzeug der Wirtschaft zerschellt am Boden. Das L steht für eine längere Rezession.

Eines ist sicher, die Auswirkungen spüren wir alle bereits jetzt. Es sind nicht die Hamsterkäufe, die mir Sorgen machen, es ist die Form der Zusammenarbeit, die gerade einen interessanten Wandel erlebt.

Corona und die Digitalisierung

In vielen Firmen und Organisationen wird gerade überlegt, wie mit der aktuellen Situation umzugehen ist. Messebesuche und Veranstaltungen werden abgesagt. Weiterbildungen werden gestrichen. Den Mitarbeitern wird in einer ganz anderen Qualität die Möglichkeit eingeräumt, zu Hause zu arbeiten. Und in der Tat scheint es so, als ob die durch das Corvid19 ausgelöste Alarmierung viele Unternehmen dazu zwingt, mobiles Arbeiten neu zu bewerten.

Das Problem ist nur, dass dies nicht immer so einfach möglich ist. Ich möchte in diesem Gedankenblitz zwei Aspekte aufgreifen, die mir wichtig sind.

Veranstaltungen müssen nicht ausfallen, sie müssen virtualisiert werden

In den Vereinigten Staaten gibt es seit langen eine Tradition virtueller Veranstaltungen. Das sind Messen, Konferenzen und Events, die vollständig online stattfinden und trotzdem sehr gut besucht sind. Der Grund dafür ist einfach, in den USA sind die Entfernungen so groß, dass die Kosten für eine Anreise oft einfach zu hoch sind. Da ist ein Online-Format genau das richtige.

Der Digitalisierungsexperte Stefan Pfeiffer bringt es auf den Punkt:

Statt Events abzusagen, sollten Sie über eine Virtualisierung nachdenken.

Die selben Möglichkeiten zur Virtualisierung gibt es auch für Trainings und Weiterbildungen. Selbst interaktive Trainings mit in Form eines Workshops sind mittlerweile problemlos möglich.

Kann ihre Firma “Home-Office?”

In Zeiten wie diesen merken Organisationen, wie wichtig es ist, wenn die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten können. Ich meine nicht das als festen Arbeitsplatz eingerichtete Home-Office, ich meine den mobilen Arbeitsplatz. Letzterer ist für Unternehmen auch rein rechtlich einfacher anzubieten und bietet die Möglichkeit, von einem anderen Ort als vom Büro aus zu arbeiten. Dieser letzte Aspekt stellt insbesondere tradierte Firmen und Organisationen, wie die öffentliche Verwaltung vor eine Herausforderung.

Die Social-Media Expertin Christiane Germann fragt zu Recht provokant: “Kann der Staat Home-Office?”

Bis vor kurzem hätte ich gesagt: Nein!

Aber genau jetzt ist die Chance da, sich intensiv um das Thema zu kümmern.

Wenn Sie schon nicht reisen dürfen, dann besuchen Sie mich in meinen Webinaren

Übrigens, wenn Sie schon nicht reisen dürfen, dann besuchen Sie mich gerne in meinen Webinaren. Ich richte am 26.3.2020 zwei Webinare zum Thema OKR aus. Fühlen Sie sich aufs Herzlichste eingeladen,

Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn Sie an einem der Termine dabei sein können. Eines kann ich sagen, es wird sich mit Sicherheit lohnen!

Ihr André Claaßen


Photo by Macau Photo Agency on Unsplash

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