In meiner eigenen Arbeit merke ich, dass es besser ist die KI ausschließlich zur Recherche und Vorarbeit zu nutzen, niemals für das Endergebnis. Das beschreibe ich am Beispiel des weißen Blattes

Ich sitze vor dem leeren Bildschirm und das weiße Blatt starrt mich an. Ich überlege und schreibe und quäle mich durch den Text. Das ist das weiße Blatt-Syndrom. Kennen Sie das auch?

Das weiße, leere Blatt starrt Sie beim Schreiben an, und es will Ihnen absolut nichts Gescheites einfallen. Im letzten Jahr habe ich zu Beginn die falsche Lösung genommen. Ich habe die KI schreiben lassen. Und dann habe ich mir den Text auf LinkedIn noch einmal durchgelesen und dachte, meine Güte, ist das glattpoliert.

Aber es gibt eine für mich passende, intelligentere Lösung. Ich nutze KI zur Recherche und zur Vorarbeit. Die KI schreibt mir Stichworte, gibt mir Quellen an, beispielsweise aus meinem eigenen Zettelkasten 1, und hilft mir. Dann beginne ich zu schreiben.

Jeder veröffentlichte Satz ist von mir

Jeder Satz, den ich schreibe, ist von mir. Man merkt es. Die Sätze sind nicht so poliert und richtig wie von der guten, seelenlosen Maschine, aber sie sind meine Sätze. Ich habe mir dafür eine Challenge gemacht. Die Splitter-Challenge, inspiriert von Günter Born. Jeden Tag schreibe ich einen kleinen Splitter.

KI macht den Anfang, der Mensch entscheidet und beendet

Ich habe den Spieß umgedreht. Ich gebe der KI keinen Auftrag, den sie abarbeitet, sondern sie liefert die Vorarbeit, und die Sätze schreibe ich selbst.

Der Bogen zur Verwaltung

Das könnte auch eine Idee für die Verwaltungsarbeit sein. Eine KI ist hervorragend in der Vorarbeit: Anträge prüfen, Belege vorsortieren, eine Ersteinschätzung geben. Ein Beispiel dafür ist die Belegprüfung im Finanzverfahren Infoma oder der KI-gestützte Wohngeldantrang in Wohni. Sie macht den mühsamen ersten Schritt einfacher.

Die Entscheidung bleibt beim Menschen.

Wo würde Ihnen ein leichterer Anfang helfen?


  1. Sehr lesenswert dazu Sönke Ahrens: „Das Zettelkasten-Prinzip“ ↩︎