Zielsysteme wie OKR leben nicht von der Zielerreichung. Zielsysteme leben von dem Weg zum Ziel. Sie leben jedem kleinen Schritt, den wir gemeinsam auf unserer Reise unternehmen. Und ich erinnere mich an ein Tool, das diesen Weg zum Ziel besonders gut umgesetzt hat. Ich spreche von Goals on Track von Harry Che und seinem kleinen Pfeil
making progress in meaningful work – Teresa Amabile, Steven Kramer: The Progress Principle (2011)
Erinnerungen an den Pfeil
Seit Jahren schreibe ich für mich ein kleines Journal in ein elektronisches Notizbuch. Die Tools wechselten mit der Zeit, meine Erinnerungen bleiben. Heute bin ich über die App Goals on Track gestolpert und über einen kleinen Pfeil. Goals on Track gibt es heute noch.
Goals on Track ist eine Webanwendung mit einem holistischen Ansatz zur Zielerreichung. „All Batteries included“ würden die Amerikaner sagen: Vom Vision-Board über geschachtelte Ziele, vom Aufgabenmanagement bis hin zum Tracker für Gewohnheiten – es ist alles drin. Was ich an Goals on Track besonders clever fand, war die Visualisierung der Zielerreichung. Jedes Ziel, jedes Projekt, jedes Vorhaben hatte einen Fortschrittsbalken, der je nach Grad der Zielerreichung eingefärbt war. Grün bedeutet, alles ist on Track, rot bedeutet Verzug.
So weit, so gut. Aber es gab noch diesen Pfeil links neben dem Fortschritt. Der Pfeil zeigte nur an, ob in der letzten Zeit am Ziel gearbeitet wurde oder nicht.
Kurz gesagt: Der Balken misst das Ergebnis, der Pfeil die Bewegung.

Die Idee dahinter: Versuchen Sie einfach, den Pfeil nach oben zu bringen, indem Sie eine minimale Kleinigkeit an dem Projekt machen.
Gehen Sie lieber 10.000 Mikro-Schritte als gar keinen.
Ich hatte den Pfeil offen gesagt vergessen und jetzt in mein eigenes Dashboard für meine Arbeit eingebaut. Privat arbeite ich seit Jahren in Notion, aber das tut nichts zur Sache.
Jeder Schritt zählt
Ich habe ADHS und genau aus diesem Grunde baue ich Systeme auf, wie OKR, um mich zu strukturieren und auf Kurs zu halten. Der Pfeil motiviert mich, gerade in einer Zeit, wo ich fünf anspruchsvolle Projekte parallel führe, von der Digitalisierungsberatung bis hin zur Wirtschaftlichkeitsbewertung, hilft er mir sehr.
Mein aktueller Pfeil ist beispielsweise mein Buchprojekt, das ich lange Zeit liegen gelassen habe. Wenn ich es schaffe dieses Projekt jeden Tag zu berühren, springt der Pfeil nach oben und das Thema nimmt Fahrt auf. Magisch.
Ich halte meine Pfeile wieder hoch. Ich gehe kleine Schritte. Jeden Tag einen Schritt in mindestens einem meiner Fokusprojekte.
Große Leistung entsteht aus der stetigen Summe bescheidener Ergebnisse; halten Sie Ihr Tempo. – Cal Newport
Wenn Sie auch mehr Struktur benötigen, um Ihre Bälle in der Luft zu halten, was machen Sie?