Digitalisierungsprojekte scheitern an einer Frage, die niemand gestellt hat.

Im Antrag Digitalisierung - In der Realtität Kulturwandel
Die meisten Digitalisierungsprojekte scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern an einer Frage, die niemand gestellt hat.
Ein Projekt startet mit großen Zielen. Die Förderzusage kommt. Alle sind euphorisch. Dann beginnt die Arbeit – und plötzlich merkt man: Das hier ist kein Technikprojekt. Das hier ist Veränderungsarbeit.
Drei Dinge sehe ich häufig:
𝟭. 𝗜𝗺 𝗔𝗻𝘁𝗿𝗮𝗴 𝘀𝘁𝗲𝗵𝘁 𝗧𝗲𝗰𝗵𝗻𝗶𝗸 – 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝗲𝘀 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘁 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻. Software einführen ist einfach. Menschen mitnehmen ist die Arbeit.
𝟮. 𝗔𝗹𝗹𝗲 𝗭𝗶𝗲𝗹𝗲 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴. Und wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig. Die Priorisierung fehlt.
𝟯. 𝗗𝗶𝗲 𝗪𝗶𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁𝘀𝗽𝗿ü𝗳𝘂𝗻𝗴 𝘄𝗮𝗿 𝗣𝗳𝗹𝗶𝗰𝗵𝘁ü𝗯𝘂𝗻𝗴. Ein Formular für die Akte. Kein Steuerungsinstrument. Niemand hat sie später noch angeschaut.
Die unbequeme Wahrheit: „Digitalisierung" ist ein Euphemismus. Was wirklich passiert, ist organisatorischer Umbau.
Was hätte geholfen? Mehr Geld? Leider nein.
Eine ehrliche Prüfung. Nicht gemacht.
Die Frage, die niemand gestellt hat?
Sind wir bereit für das, was kommt?
Deshalb stelle ich heute die drei Fragenzeichen 😄, bevor ein Projekt startet:
❓ Ist es wirtschaftlich tragbar? ❓ Ist es strategisch notwendig? ❓ Hat es Priorität – oder nur Wunschstatus?
Erst wenn alle drei mit Ja beantwortet sind, gibt es grünes Licht.
Ich nenne das: #Strategiefreigabe.
Kennst du auch Projekte, die als #Technik gestartet sind und als #Kulturwandel landeten?

