Drei Fragen, die Führungskräfte VOR der OKR-Einführung klären müssen
Ich sitze heute am Schreibtisch und bereite einen Führungsworkshop vor. Ein kommunaler IT-Dienstleister führt OKR ein, und bevor die Teams starten, bekommen die Führungskräfte einen eigenen Tag.

sitze am Schreibtisch und bereite den Führungsworkshop vor.
Das war nicht von Anfang an so geplant. Ursprünglich sollten Führungsschulung und Teamworkshops zusammen stattfinden, um Aufwand zu sparen. Bis eine Teamleitung im Planungsgespräch sagte: “Unsere Leute merken sofort, wenn ich selbst unsicher bin. Ich muss vorher dumme Fragen stellen dürfen, ohne dass mein Team dabei sitzt.”
Dieser Satz hat den ganzen Rollout verändert.
Und er hat mich an drei Dinge erinnert, die ich bei jedem Führungsworkshop zur OKR-Einführung für entscheidend halte:
- Erstens: Führungskräfte brauchen einen geschützten Raum. OKR verlangt, dass man sich auf messbare Ergebnisse festlegt. Das ist unbequem. Wer das zum ersten Mal macht, braucht die Freiheit, Fehler zu machen, ohne dass zwanzig Augenpaare zuschauen.
- Zweitens: Die Frage “Passt OKR überhaupt zu meinem Team?” muss Platz haben. Ein Team, das täglich Firewalls konfiguriert und Netzwerke am Laufen hält, arbeitet anders als ein Projektteam. Diese Frage ist nicht destruktiv, sie ist die ehrlichste Frage, die eine Führungskraft stellen kann. Und sie verdient eine ehrliche Antwort.
- Drittens: Die Angst vor Vergleichbarkeit muss auf den Tisch. Viele Führungskräfte haben erlebt, wie Dashboards und Kennzahlen zum Ranking missbraucht wurden. OKR soll Orientierung geben, kein Wettbewerb sein. Wer das nicht vorab klärt, erntet Widerstand statt Engagement.
Deshalb gibt es den separaten Führungsworkshop. Nicht als Luxus, sondern als Voraussetzung dafür, dass die Einführung gelingt.
Woran arbeitet ihr heute?

