**Was ich nach zwei Dekaden** 🙂 **über Projektmanagement im öffentlichen Sektor weiß**

André Claaßen mit dem ersten Prototyp von A2LL

70 Leute. Ein Stand-up. Draußen vor dem Technologiezentrum.

So haben wir vor 20 Jahren Deutschlands größte E-Government-Anwendung in Rekordzeit auf die Straße gebracht. Der Kanzler wollte die Agenda 2010. Die Deadline: 12 Monate. Scheinbar unmöglich für eine Verwaltung, die damals 10+ Jahre Projektlaufzeit gewohnt war.

Aber es ging. Nicht wegen der Technik. Sondern weil drei Dinge funktionierten:

🎯 Klare Sichtbarkeit: Eine riesige Wand mit allen Informationen. Jeder wusste, woran wir arbeiten – und warum.

🤝 Kommunikation über Hierarchien hinweg: IT-Leute, Beamte, Fachleute, Externe – alle im gleichen Raum, alle auf Augenhöhe.

📈 Politischer Wille – gezielt hergestellt: Durch konsequente Nutzendarstellung haben wir den politischen Druck nicht erlitten, sondern genutzt.

Was ich damals gelernt habe, setze ich heute in meiner OKR-Beratung für Kommunen um:

Strategische Ziele müssen sichtbar sein, bevor sie wirken können. Und der politische Wille ist kein Schicksal – er lässt sich durch gute Kommunikation herbeiführen.

Das Foto zeigt mich damals mit einem der ersten mobilen Smartphones für ALG II online – Deutschlands größte E-Government-Anwendung ihrer Zeit.

Was ist deine Erfahrung: Wann hat politischer Wille ein Projekt gerettet – oder verhindert?

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