OKR Podcast #10: Ziele und Wirkung im Online Marketing mit Michael Schenkel


Michael Schenkel betreibt als Head of Marketing den Webauftritt für das mittelständische Unternehmen t2informatik.de in Berlin. Aber die Webseite von t2informatik ist mit Sicherheit nicht irgendeine beliebige Unternehmenswebseite, sondern eine der besten Wissensquellen zu den Themen Projektmanagement, Neue Arbeit und Agilität. Und damit geht t2informatik.de weit über den Kernbereich des Unternehmens als Dienstleister für Softwareentwicklung hinaus.

Mittlerweile ist die von Michael betreute Webseite so populär, dass du viele Fachbegriffe aus dem Blog von t2informatik bei Google ganz oben als Treffer sehen wirst. Daher war ich sehr froh, dass ich mich mit dem Michael Schenkel über Wirkung und Erfolg im Online-Marketing unterhalten konnte.

Die Folge ist besonders interessant,

  • wenn du dich mit Wirkung und Zielen im Online-Marketing beschäftigst
  • oder wissen möchtest, wie du auch als kleines Unternehmen eine hohe Relevanz und Sichtbarkeit für deine Zielgruppe erreichst.

Ich wünsche dir daher genauso viel Spaß beim Zuhören, wie Michael und ich bei der Aufnahme hatten.

Auszüge aus dem Podcast

Achtung, im Folgenden gibt es ein paar Auszüge aus dem Podcast. Falls du Interesse an dem Thema Wirkung im Online-Marketing hast, höre dir lieber im Podcast an, was Michael zu sagen hat.

Michael, wer bist du?

Ich bin ewig lang im Marketing unterwegs: Internet-Marketing, Knowledge-Marketing, usw.. Ich war ein Jahr in New York und habe Marketing im Bereich New Media gelernt. Im Laufe der Zeit sind neue Tools und neues Wissen dazugekommen. Wir sind heute Spezialisten in ganz vielen Bereichen. Dennoch baut in meiner Arbeit vieles auf Themen auf, die schon lange bekannt waren.

Ein Beispiel dafür ist die AIDA-Formel: Attention, Interest, Desire, Action

Wie arbeitest du?

Die t2informatik ist sicherlich nicht Coca-Cola oder Google. Ich kann keine riesigen Werbekampagnen starten, um Reichweite zu generieren. Am 7. Oktober 2017 hatte ich nur einen Besucher auf der Webseite. Mittlerweile haben wir 500.000 Sitzungen im Jahr. Mittlerweile haben wir ca. 500.000 Sitzungen pro Jahr. Ich arbeite komplett mit organischem Wachstum, was eine sehr mittelfristige Strategie ist. Organisches Wachstum erziele ich durch die regelmäßige Veröffentlichungen relevanter Inhalte für meine Zielgruppe. Aus meiner Sicht funktioniert das großartig.

Wie wirst du für Google interessant?

Wenn du regelmässig Inhalte veröffentlicht, ist das für Google interessant. Ich optimiere daher unsere Website und pflege und aktualisiere die Inhalte regelmäßig. Aber es reicht nicht, einfach nur durch Inhalte zu “ranken”. Die gewünschte Wirkung auf deine Zielgruppe ist das wichtigere Thema. Bekanntheit ist ja schön und gut aber wir wollen natürlich mehr Umsatz im Geschäft erzielen. Wenn ich nur Reichweite erzeugen würde, beispielsweise durch niedliche Katzenbilder, wäre das einfach machbar und zugleich völlig wirkungslos.

Die Magie der Gastartikel

Ich arbeite sehr stark mit Gastartikeln und kann das jedem nur empfehlen. Die Frage ist: schreibe ich alles selbst oder konzentriere ich meine Arbeit lieber darauf, die richtigen Experten anzusprechen. Ich habe ganz unterschiedliche Beiträge über Prokrastination, Mut oder innere Stärke. Auch der Mensch, der uns beauftragt, hat doch ganz viele Interessenlagen. Alles was Menschen in Organisation betrifft ist interessant und mit dieser Breite kann ich eine gute Frequenz halten. Die Frequenz von Beiträgen ist total wichtig.

Mein Tipp: Lieber langsam und stetig publizieren und dann langsam die Frequenz erhöhen. Und immer auf die Qualität achten!

Content auf die Zielgruppe fokussieren oder lieber nicht?

Die Theorie sagt, dass du den Content auf deine Zielgruppe fokussieren sollst. Das wichtigere aber ist, das bereitzustellen, was deine Zielgruppe interessiert. Also die Intentionen des Users, die müssen wir in den Mittelpunkt stellen.

Ich habe beispielsweise eine Wissensseite zum Kano-Modell. Die steht bei Google an Position 1. Für ein solches Keyword und eine solche Position zahlen Unternehmen viel Geld. Google zeigt für das Kano-Modell nur einen Satz an. Für mich ist es okay, wenn der Besucher durch diesen Satz alles erfährt, was er wissen möchte. Er muss nicht darauf klicken.

Viele Betreiber von Webseiten ärgert dies, denn sie wollen den User zum Klicken animieren. Ich sage fein, damit habe ich ein Ziel doch bereits erreicht. Der User liest die Antwort und sieht, dass diese von t2informatik kommt. Damit ist doch alles gut. Stell den User in den Mittelpunkt! Es ist doch schön, wenn er sich freut.

Wie erkennst du deine Wirkung in deiner Arbeit?

Wir haben sehr schöne und neue Kunden für t2informatik gewonnen. Das ist ein Zusammenspiel zwischen Vertrieb und Marketing. Ich finde Erfolgsmessung im Online-Marketing überaus wichtig. Wir nutzen Google Analytics, doch Vorsicht beim Messen: Analytics erkennt nur einen Teil der Klicks. Durch unser Mail-Programm weiß ich beispielsweise, dass Analytics bei ca. 100 Besuchern lediglich 70 zählt. Und diese Tendenz ist sinkend!

Ein weiteres Indiz für gute Arbeit sind die guten Bewerber, die wir bei t2informatik.de bekommen. Wir stehen bei Kununu mit 4.7 Sternen extrem gut. Auch das ist ein Ergebnis unserer Arbeit.

Übrigens in dem Zusammenhang einen ganz wichtigen Tipp für alle Unternehmer: Es ist ganz wichtig, dass sich deine Firma auf Google Maps Sterne zulegt.

Tipps von Michael Schenkel

  1. Kläre, was deine eigenen Ziele und Ansprüche sind und handle im Marketing danach.
  2. Achte beim Content-Marketing auf deine User. Überlege, wie die Inhalte auf dich selbst wirken. Liefere im Zweifel lieber höhere Qualität.
  3. Achte zwar auf Google, aber schreibe nicht für Google.
  4. Denke in Wirkungsketten: Was möchtest du von deiner Besucher haben, wenn er am Ende der Reise in deiner Webseite angekommen ist?
  1. Michael Schenkel auf t2informatik.de, als t2informatik auf Twitter und LinkedIn.

  2. Meine Blogartikel und Beiträge auf t2informatik.de:

  3. Übrigens unterstützt Michael ehrenamtlich das PMCamp Berlin. Das PM Camp Berlin ist großartig und ich bin selbst immer wieder gerne dabei.

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