Meine 8 Erfolgsfaktoren für deinen perfekten Check-In in Objectives & Key Results


Was zeichnet einen richtig guten Check-In bei Objectives & Key Results aus?

Gute Rituale und Gewohnheiten helfen dir, deine Ziele zu erreichen. Natürlich erreichst du diese Ziele nur, wenn du an ihnen auch kontinuierlich arbeitest. Aber das ist eine Binsenweisheit. Die wichtigere Frage lautet daher, woher nimmst du die Kraft dazu? Wie gelingt dir das im harten Tagesgeschäft? Wie gehen du und dein Team mit Rückschlägen um?

Eine Möglichkeit zur Klärung all dieser Fragen, sind starke Rituale. Du und dein Team brauchen Rituale, die euch mit Kraft und Energie versorgen. Das Check-In in Objectives & Key Results kann ein solches Ritual sein, wenn es richtig durchgeführt wird.

Was ist ein Check-In in Objectives & Key-Results?

Vordergründig betrachtet ist ein Check-In ein Statusmeeting. In maximal 15 Minuten wird im Team gemeinsam der Status der Key-Results festgestellt und ihr überlegt gemeinsam, welche Initiativen zur Zielerreichung erforderlich sind. Das war es und so könnte es auch funktionieren. Ich sage aber, das reicht nicht! Das Check-In kann so viel mehr sein als ein Statusmeeting. Und überhaupt, Meetings gibt es mehr als genug und wer hat schon richtig Spaß an einem Statusmeeting?

Hier sind meine 8 Tipps für den perfekten Check-In in Objectives & Key Results

Tipp 1 - Macht das Check-In zu einem Teamritual

Ein gutes Ritual ist eine schöne Gewohnheit. Ein gutes Ritual ist eine Zeremonie und gleichzeitig ein feierliches Ereignis. Das Check-In für Objectives & Key Results ist daher kein Statusbericht, sondern eure kraftspendende Standortbestimmung. Ihr befindet euch auf einer gemeinsamen Reise, zu einem ambitionierten Ziel. Und jetzt stellt ihr fest, wo ihr gerade steht und welche Kurskorrekturen noch gemacht werden müssen. Aber das Check-In ist mehr als das. Das Check-In ist immer wieder ein neuer und frischer Aufbruch zu eurem Ziel. Möglicherweise gab es Rückschläge oder Dinge, die nicht so gut gelaufen sind? Schaut nach vorne. Betrachtet ein Check-In wie einen immerwährenden Neuanfang. Klatscht in die Hände und sagt: Es geht los!

Los geht es!

Tipp 2 - Führt das Check-In regelmässig durch

Das regelmässig durchgeführte Check-In ist der Takt und Rhythmus für euren Erfolg. Es ist der ruhige Herzschlag, den ihr zur Zielerreichung eurer OKRs benötigt. Daher lautet mein Tipp: Führt das Check-In regelmässig durch. Auf der Unternehmensebene empfehle ich einen Rhythmus von 2 oder 4 Wochen. Auf der Teamebene würde ich auf ein wöchentliches oder gar tägliches Check-In gehen. Wichtig ist eines: Das Check-In findet immer statt. Es ist heilig. Keine Krise darf dazu führen, dass ein Check-In ausfällt.

Tipp 3 - Sorgt für gute Entscheidungen

Ein gutes Check-In ist ein Arbeitstreffen. Das Check-In produziert klare Ergebnisse. Es geht darum, den Kurs auf das Ziel zu halten. Im Check-In werden gemeinsam die richtigen Entscheidungen getroffen. Halten wir Kurs auf unser Ziel? Müssen wir irgendwo umsteuern? Welche konkreten Aufgaben oder Initiativen brauchen wir? Was sind unsere Hindernisse? Entscheidet euch für die richtigen Initiativen zur Erreichung der Ziele. Dann geht es weiter.

Tipp 4 - Begrenzt das Check-In auf maximal 15 Minuten

In einem guten Check-In wird keine Zeit verschwendet. Nehmt euch für euer Check-In 15 Minuten Zeit. Das reicht.

Tipp 5 - Führt das Check-In gemeinsam vor einem Board durch

Ein gutes Check-In ist eine visuelles und haptisches Ereignis. Es berührt alle Sinne. Ideal für ein Check-In ist ein visuelles Board, vor dem ihr euch gemeinsam versammeln könnt. Auf diesem Board ist der Fortschritt aller OKRs sichtbar dargestellt. Ich weiß, dass es eine ganze Menge an OKR-Tools gibt. Dennoch, diese oft Excel-mässigen Werkzeuge reduzieren Interaktion und Kommunikation. Hier ist ein Link zu einem Artikel für ein perfektes OKR-Board (englisch).

So kann ein richtig gutes OKR-Board aussehen

Tipp 6 - Klärt im Check-In exakt vier Fragen und nach Möglichkeit noch diese Bonusfrage

Der Kern des Check-Ins ist die Klärung von vier Fragen oder Blickwinkeln auf eure OKRs.

Das sind die Fragen, die sich euer Team im Check-In stell:

  • Frage 1: Wie ist der aktuelle Fortschritt unserer Key-Results?
  • Frage 2: Wie ist unsere Zuversicht, dass wir unsere Key-Results erreichen?
  • Frage 3: Welche Initiativen brauchen wir für unsere Key-Results?
  • Frage 4: Geht es unserem Tagesgeschäft gut?

Die Bonusfrage lautet:

  • Frage 5: Was ist uns richtig gut gelungen und wie bekommen wir mehr davon?

Diese Fragen sind komplexer als sie aussehen und mit Sicherheit jeweils eigene Artikel wert. Hier beschreibe ich in aller Kürze die wichtigsten Sachverhalte.

  • Der Fortschritt eines Key-Results ist der aktuelle Wert des Key-Results. Beispielsweise wurden 50 von 100% erreicht.
  • Die Zuversicht ist eine Bewertung, wie groß die Chancen zur Zielerreichung sind. Die kann gut in Ampelfarben ausgedrückt werden.
  • Die Initiativen sind alle Aufgaben oder Projekte, die eine positive Auswirkung auf eure Key-Results haben. Denn die Key-Results messen die Wirkung, während die Initiativen die erforderlichen Tätigkeiten sind, um diese Wirkung zu erzielen.
  • Zumindest auf Unternehmensebene aber auch auf Teamebene gibt es immer ein Tagesgeschäft. Das Tagesgeschäft steht mehr oder weniger in Konkurrenz zu den OKRs. Daher ist es gut, dieses im Blick zu halten. Für einen guten Gesundheitscheck benötigt ihr entsprechende Kennzahlen.
  • Und last but not least: Freut euch über Erfolge. Auch über kleine Erfolge. Jeder Check-In hat immer etwas gutes.

Tipp 7 - Schützt eueren Check-In

Jetzt wirst du sagen. Wir haben bereits mehr als genug Meetings. Jetzt soll das OKR Check-In auch noch dazu kommen? Wann arbeiten wir eigentlich noch?

Genau aus diesen Gründen wird oft empfohlen, das OKR Check-In in bereits bestehende Meetings als Regelposition einzubauen. Ich rate davon ab. Meine Empfehlung ist eine andere: Nutzt das Check-In als eigenes abgegrenztes Ritual und halte es heilig. Ihr könnt keine ambitionierten Ziele erreichen, wenn diese als Tagesordnungspunkt Nummer 28 in einem Jour-Fix besprochen werden. Schafft lieber das Jour-Fix ab.

Und der Bonus-Tipp Nummer 8 - Macht das Check-In zu einem Ritual der Freude

Freut euch, wenn die Check-Ins funktionieren. Freut euch, wenn Erfolge sichtbar werdet. Genießt den Augenblick und schenkt euch ein wenig Zeit. Das Check-In darf gerne auch ein wenig freudiges Beisammensein, und weniger ein Arbeitstreffen sein.

Jetzt bist du dran

Das waren meine 8 Tipps für den perfekten Check-In in Objectives & Key Results.

Wie sehen deine eigenen Erfahrungen aus? Was hat bei dir gut funktioniert? Hast du weitere Fragen?

Schreibe einen Kommentar zu diesem Blog-Post und du bekommst zusätzlich auch noch meine Excel-Tabelle für den perfekten Start mit OKRs.

Lade dir gerne völlig kostenfrei meine ultimative Check-Liste für Objectives & Key Results hier herunter. Der Download lohnt sich.


Photo by Camylla Battani on Unsplash

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