OKR Podcast #21: OKR im Cyber Innovation Hub der Bundeswehr mit Patrick Jeschke

In dieser Folge unterhalte ich mich mit dem OKR Champion Patrick Jeschke über den Einsatz von Objectives & Key Results im Kontext der Bundeswehr. Der Cyber Innovation Hub nutzt zur Steuerung seiner Innovationsvorhaben seit einiger Zeit das Framework OKR. Patrick Jeschke berichtet über das Selbstverständnis seiner Einheit, den Nutzen von OKR und schildert ganz konkret, wie Innovation in einer Großorganisation mit Tradition gelingen kann.

Zum Abschluss dieser Folge gibt Patrick Jeschke vier Tipps an alle Menschen, die sich für die Nutzung von OKR innerhalb und außerhalb der Verwaltung interessieren.

Du solltest diese Episode hören unabhängig davon, ob du im Behördenkontext, im Start-Up oder im Konzern arbeitest.

Ein Hinweis in eigener Sache

Diese Aufnahme wurde einige Wochen vor den bedauerlichen Ereignissen in der Ukraine aufgenommen. Die Invasion eines souveränen Staates durch Russland unterstreicht sicher nicht nur für mich, welche außerordentliche Bedeutung die Bundeswehr hat. Die Bundeswehr hat nicht nur in den vergangenen Jahren wertvolle Amtshilfe geleistet, beispielsweise zur Unterstützung der Menschen in der Ahrtal-Katastrophe oder in der Corona-Pandemie. Ich glaube, uns allen wird dramatisch bewusst, welche Bedeutung die Bundeswehr für die Sicherung unserer Demokratie hat. Dafür möchte ich mich bei allen Soldatinnen und Soldaten ganz herzlich bedanken.

Die Themen in dieser Episode

  • Patrick Jeschke stellt sich vor
  • Was ist der Cyber Innovation Hub (CIH)?
  • Ein Schnellboot der Innovation in einer Großbehörde
  • Wie kam der CIH zu OKR?
  • Praktische Nutzung von OKRs im Cyber Information Hub
  • Vernetzung von Innovatoren im Behördenumfeld
  • Was sind eure Learnings mit der Methode OKR?
  • Verabschiedung

4 Tipps von Patrick Jeschke

Wir verstehen OKR als Instrument für kontinuierliches Lernen und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. Unsere Learnings bezogen auf OKR sind, sich am Anfang nicht zu viel vorzunehmen.

Unsere Tipps:

  1. Wette: Gerade die Key Results sollten als Wetten in die Zukunft verstanden werden. Unsere Erfahrungen ist es, diese Wetten so konkret wie möglich zu formulieren.
  2. Abholpunkt: Eine Erfahrung von uns ist, dass es sehr wichtig ist, einen gemeinsamen Abholpunkt zu haben. Wir haben beispielsweise alle ein Online-Training gemacht, damit wir bezogen auf OKR ein gemeinsames Verständnis haben.
  3. Taschenkarte: Vielleicht lässt sich dieser Tipp nicht 1:1 in der Praxis umsetzen1. Jeder sollte schauen, was vom OKR-Framework auf die jeweilige Organisation passt. Wie wollen wir OKR bei uns machen? Was ist für uns wichtig? Diese grundlegenden Ideen haben wir als Taschenkarte zusammengefasst. Und das Schöne ist, die Taschenkarte können wir neuen Mitarbeiten in die Hände drücken.
  4. Dokumentation: Die Dokumentation der OKRs ist wichtig. Was sind die OKRs? Wo steht gerade unsere Confidence? Jeder sollte ganz einfach darauf zugreifen können. So stellen wir ein Alignment her, auf das wir aufbauen können.

Fußnoten


  1. Ich bin ein Fan dieser Taschenkarte von Patrick. Meiner Meinung nach lässt sich diese überall hervorragend anwenden. Du kannst als Startpunkt für deine eigene Taschenkarte meine Checkliste zu OKR herunterladen. Mach dir dann für einen eigenen One-Pager. Ein einfaches Word-Dokument sollte reichen. Übrigens, die Taschenkarte ist beim Militär tatsächlich ein weit verbreitetes Mittel, um die wichtigsten Punkte für den Auftrag jederzeit “am Mann/an der Frau” zu haben. ↩︎

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